12h Arbeit, 8h Schlaf, 1h Pendeln, und 3h für … alles andere?

Auf rotem Hintergrund steht in weißer Schrift: "NEIN zum 12-STUNDEN-TAG", daneben eine schwarze 12, rot eingekreist und durchgestrichen.Die Regierung möchte die gesetzlich mögliche tägliche Arbeitszeit von 10 auf 12 Stunden ausweiten. Sie behauptet, die 12 Stunden wären dann der „absolute Ausnahmefall“. Bereits jetzt zeigen Erhebungen der Arbeiterkammer aber, dass jetzt schon immense Mengen an Überstunden geleistet (und oft nicht ausbezahlt) werden. Außerdem ermöglicht das Gesetz, dass die 12 Stunden zur Gewohnheit werden [1].

Wenn wir künftig eher 10, 12 Stunden pro Tag arbeiten sollen, dann bleibt kaum mehr Zeit für Hobbies, Erholung, Familie – und was passiert eigentlich mit Studierenden, die neben ihrer Berufstätigkeit ein Studium absolvieren wollen? Welche Gründe gelten dann als „triftig genug“, um Überstunden ablehnen zu können? Ist eine Übung mit Anwesenheitspflicht, eine Prüfung, eine Vorlesung ausreichend?

Die linke Opposition an der HTU Wien, bestehend aus tu*basis, GRAS TU und VSStÖ TU unterstützt die Demo gegen den von der Regierung geplanten 12-Stunden-Tag. Er trifft nicht nur uns alle nach dem Studium, sondern auch jetzt schon die 60% der Studierenden, die neben dem Studium arbeiten müssen! [2]

Die Vereinbarkeit von Studium und Arbeit wird dadurch zusätzlich erschwert.
Menschen, die in Gleitzeit arbeiten, verlieren ihre Überstundenzuschläge.
(Jung)Eltern, die arbeiten, werden keine Zeit für ihre Familie haben.
Im schlimmsten Fall müssen sie sogar ihren Job aufgeben, weil die Planbarkeit zu stark eingeschränkt wird.

Für uns ist klar, dass wir diese Veränderungen nicht schweigend hinnehmen werden!

Wir sehen uns auf der Straße:
30.06., 14:00 Uhr, Westbahnhof/Christian-Broda-Platz

[1] https://arbeiterkammer.at/interessenvertretung/arbeitszeit/12-Stunden-Tag__Ein_Faktencheck.html
[2]Studierenden-Sozialerhebung 2015, Seite 26ff

Dieser Beitrag wurde unter 2017-2019, Aktuelles, TU*basis veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.