Update, 29.12., 16:10 – Ministerium nimmt Gebühr für Protestschreiben zurück
Die vom Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Dr. Herbert Anderl, kurzfristig angeordnete Prüfung der Eingabegebühr bei Protestschreiben hat folgendes Ergebnis gebracht:
Da die einschlägige Norm mehrere Interpretationen zulässt, hat der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit entschieden, dass hinkünftig keine Gebühren in vergleichbaren Fällen eingehoben werden.
Soweit im konkreten Fall der Vorschreibung nachgekommen wurde, werden diese Beträge zurückerstattet.
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111229_OTS0115/ministerium-nimmt-gebuehr-fuer-protestschreiben-zurueck
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Gestern wurde durch einen Artikel auf derstandard.at bekannt, dass das Innenministerium Gebühren von 14,3 Euro von Menschen verlangt, die z.B. gegen Abschiebungen Protestbriefe einschicken.
“Mit dieser Vergebührung sollen offenbar weitere Protestschreiben verhindert werden. Dagegen protestieren wir aufs Schärfste!!! Wir fordern alle, denen unserer Demokratie am Herzen liegt, dazu auf, mitzuprotestieren!”,
schreibt SOS Mitmensch, Pressure Group für Menschenrechte, auf ihrer Homepage und stellt dort eine Vorlage für ein “Protestschreiben gegen die Vergebührung von Protestschreiben” bereit, mit dem Aufruf, dieses an das Innenministerium zu schicken.
Die Journalistin, Autorin und Menschenrechtsaktivistin Suanne Scholl, die vom Innenministerium nach einem Schreiben zur Zahlung aufgefordert wurde, sagte heute im Ö1 Mittagsjournal:
“Ich nehme mir das Recht heraus, zu sagen wenn mir etwas an der Regierung nicht passt, ohne dafür Gebühren zahlen zu müssen.”
Laut Ö1 Mittagsjournal werde sie die nächste Aufforderung zur Gebührenzahlung mit Sicherheit ignorieren.
Die GRAS TU Wien unterstützt den Protest gegen die Vergebührung von Protestschreiben: holt euch die Vorlage auf sosmitmensch.at und schickt das Proteschreiben ab (CC office@sosmitmensch.at nicht vergessen)!